„Aldi Life“ – Supermarktkette Aldi bietet nun auch Streamingdienst an

„Aldi Life“ – Supermarktkette Aldi bietet nun auch Streamingdienst an

Nachdem Technik – Gigant Apple am 30. Juni diesen Jahres in das Musik Streaming Geschäft eingestiegen ist, kommt nun ein neuer Konkurrent dazu, mit dem keiner so richtig gerechnet hat: Discountriese Aldi.

Ja, tatsächlich, ein Supermarkt bietet seit Donnerstag ebenfalls das Hören von Musikangeboten über das Internet auf mobilen Endgeräten und Computern an. Nennen tut sich das Ganze „Aldi Life“ und kostet 7,99€ im Monat.
Kennern von Musikstreamingdiensten fällt sofort auf: das sind 2 Euro weniger als bei Spotify, Deezer oder Apple Music! Allerdings gibt es beim Streamingdienst von Aldi keine kostenlose Version, die über Werbung finanziert wird, so wie es beispielsweise bei Spotify der Fall ist.

Erhältlich ist „Aldi Life“ bei Aldi Nord genauso wie bei Aldi Süd. Nachdem die Supermarktkette Hardware günstig anbietet, so zum Beispiel ein Tablet für 129 Euro, kann nun auch passende Software parallel dazu vertrieben werden, wie Aldi Nord selbst erklärte.

Das Angebot des Streamingdienstes reicht an das von den großen Konkurrenten wie Spotify heran: 34 Millionen Songs, 10.000 Hörbücher, 4.000 Radiosender und das Erstellen von eigenen Playlists, beziehungsweise das Hören von öffentlichen Playlists anderer User. Ein kleines Bonbon gibt es bei „Aldi Life“ dazu: wie bei der Anwendung „Shazam“ erkennt die App Lieder, wenn sie beispielsweise im Radio laufen – Voraussetzung dafür ist, dass der Song bei „Aldi Life“ verfügbar ist.

Allerdings hat der Discounter keine neue Technik entwickelt, sondern nutzt die bereits bestehende eines Streamingdienstes: Napster. Ebenfalls erhältlich für 9,95€ im Monat, ist der Dienst mit einem kleinen Schriftzug in der „Aldi Life“ App vermerkt.

Das Geschäft mit dem Streamen von Musik steigt immer weiter – Pricewaterhouse Coopers prognostiziert für 2019 einen Umsatz von 426 Millionen Euro in Deutschland. Aldi hat somit in einen boomenden Markt investiert. Ob durch diesen „Kampfpreis“ von 7,99€ andere Streamingdienste unter Druck geraten, wird sich erst noch zeigen müssen.

 

Textquelle: © handelsblatt.com, Kermann, C.: 2015 / aufgerufen am 25.09.2015
Bildquelle: © MEDION AG

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